Ehrenmitglied Marius Steinhauser – ein kurzes Porträt

Ehrenmitglied Marius Steinhauser

Wir freuen uns Marius als Ehrenmitglied unseres Fanclubs begrüßen zu dürfen. Er gilt als Pechvogel der Rhein-Neckar-Löwen aufgrund seiner kurz aufeinanderfolgenden Verletzungen. Aber gerade diese Verletzungen zeigen, dass Marius ein echter Kämpfer ist, der sich durchbeißt, um erfolgreich auf die Platte zurück zukehren. Unser Fanclubname soll verdeutlichen, dass ein Löwe seine Zähne braucht, um gefährlich zu sein und sich durchzubeißen. Daher ist Marius ein „Vorzeige-Löwenzahn“ und macht, wie kein Anderer, unserem Namen alle Ehre. Inzwischen ist Marius am 26.11.14 beim Spiel gegen die Eulen aus Friesenheim auf die Platte zurückgekehrt und hat seine Rückkehr mit einem Tor „gekrönt“. Wir möchten uns vorab bereits für die Beantwortung der Fragen bei Marius bedanken, da wir keinen treffenderen Schlusssatz hätten finden können, als es Marius mit seinen Worten gelungen ist. Daher bereits jetzt: Danke Marius und von Herzen alles Gute für Deine Zukunft!

Marius ist einer sportbegeisterten Familie aufgewachsen, so dass es nicht verwundert, dass er sich in seiner Jugend auch für andere Sport- arten interessiert hat. Seine Freizeit verbringt der Handballer mit seiner Freundin, seiner Familie und seinen Freunden. Er geht gerne ins Kino oder auch lecker in diversen Restaurants essen. Im Sommer findet man den 21jährigen öfter am See oder mit Uwe und Patrick auf dem Golfplatz. Auf die Frage nach seiner sportlichen Vergangenheit berichtet er, dass sein Vater Fußballer ist, die restliche Familie (Onkels, Tanten, etc.) und vor allem auch seine Freunde komplett dem Handball verfallen sind. Er selbst spielte 8 Jahre lang Fußball und war auch in der Leichtathletik aktiv und sei generell Sport verrückt. Mittlerweile habe er auch angefangen, Golf zu spielen, außerdem spiele er ab und zu noch Tennis. Weiter erzählt Marius uns, dass er diese Sportarten natürlich auch intensiv im TV verfolge.“ Erst spät entschied sich der heute 21-jährige im Jahr 2007 dafür, Handball als zweite Sportart neben dem Fußball anzufangen. Auf die Frage wie es dazu kam erklärt Marius, dass dies damals ganz zufällig zustande kam, da sein Onkel, früher selbst erfolgreicher Rechtsaußen, ihn dafür begeisterte und man der Meinung seines Onkels nach, sein „Talent als Linkshänder“ nicht im Fußball vergeuden dürfe. Jedoch stellte er nach einer Saison Handball und Fußball fest, dass es schwer werden würde, beides zeitlich unter einen Hut zu bringen. Da er aber viel Spaß am Handball ge- funden hatte und auch viele seiner Freunde dort aktiv waren, blieb er dem Handball treu und beendete seine junge „Fußballkarriere“. Im Nachhinein, schmunzelt er, stellte sich das natürlich als Glücksfall heraus. Bereits 5 Jahre später 2012 wechselte der damals 19-Jährige zu den Rhein Neckar Löwen. Auf die Frage nach seinem Traumberuf der Kindheit, erklärt Marius uns, dass es natürlich der Wunsch eines je- den Sportlers sei, seinen Sport als Beruf ausüben zu dürfen und diesen Schritt zu schaffen. So war es auch immer sein Traum, Handball- profi zu werden. Außerhalb des Handballsports habe ihn eigentlich immer der Sportjournalismus fasziniert und das finde er immer noch sehr interessant. Doch mittlerweile studiere er BWL an der SRH in Heidelberg und könne sich auch gut vorstellen, in diesem weitgefächer- ten Bereich, vielleicht mit Schwerpunkt Sportmanagement, später beruflich aktiv zu werden. Für seine Zukunft plant der junge Handball-profi, weiterhin Spaß am Handball zu haben und sich einfach stetig weiterzuentwickeln, sowie sein Studium vorantreiben, um sich so be- ruflich optimal aufzustellen. Sein Tipp für Kinder und Jugendliche ihren Traum von Profisportler zu verwirklichen lautet: „Wichtig ist, immer an sich zu glauben, egal was andere sagen.“
Wir möchten von Marius wissen, was sich in seinem Leben mit dem Sprung in den Profikader der Löwen verändert hat. Marius berichtet uns, dass sich vieles geändert habe. Er habe sich in dieser Zeit sportlich und persönlich sehr weiterentwickelt und viele neue nette Men- schen aus vielen verschiedenen Kulturen kennengelernt. Es sind auch schon richtige Freundschaften entstanden, die er auf keinen Fall mis- sen möchte. Das alles Tag für Tag erleben zu dürfen, ist einfach überragend für ihn und macht sehr viel Spaß. Marius beschreibt, dass das Gefühl zum ersten Mal für die Löwen auf der Platte zu stehen, wirklich überwältigend war. Dort unten auf dem Feld zu stehen und seiner Leidenschaft nachzugehen, wenn man vorher vor 400 oder 500 Zuschauern gespielt hat und dann plötzlich in einer Halle mit bis zu 13000 Zuschauern steht, ist echt „krass“ und kaum in Worte zu fassen. Vielleicht passt ein Wort ganz gut dazu, meint er: „Gänsehaut“. Leider ge- hört zu der jungen Karriere des 21-jährigen bereits eine längere Verletzungszeit. Über seine Verletzungen möchte Marius verständlicher- weise nicht mehr so gerne reden, da er den Blick nach vorne richten und positiv in die Zukunft schauen möchte. So berichtet er über seine Verletzungszeit, dass es immer mal wieder schlechte Phasen gab, er aber nie Zweifel an seiner Rückkehr hatte. Sein Ehrgeiz und Wille ha- ben ihn durch die lange Reha-Zeit getragen und seine Familie und Freunde haben ihm immer geholfen. Marius fasst seine Verletzungs- phase und die Gedanken dieser Zeit sehr prägnant zusammen und verdeutlicht, dass einem viele Fragen durch den Kopf gehen und man leicht ins Grübeln kommen kann. Aber ein Punkt sei ganz wichtig: „Man muss den Kampf annehmen, sonst hat man schon verloren!“